Grabarten auf den Friedhöfen Zweibrücken

Diese sind für die Bestattung jeweils einer Person vorgesehen. Die Grabstätten werden von der Friedhofsverwaltung auf Antrag im Sterbefall vergeben. Eine Wahlmöglichkeit des Grabplatzes besteht hier nicht. Die Nutzungsdauer der Grabstätte richtet sich nach der Ruhezeit und kann nicht verlängert werden. Reihengrabstätten gibt es für Erdbestattungen von Verstorbenen ab dem vollendeten 6. Lebensjahr und für Urnenbeisetzungen. Als Sonderformen des Reihengrabes bieten wir außerdem Reihengrabstätten für anonyme Erdbestattungen bzw. anonyme Urnenbeisetzungen und als Erdrasengrabstätten an.
Wahlgrabstätten können vom Nutzungsberechtigten innerhalb der dafür vorgesehenen Grabfelder ausgesucht werden. Der Erwerb eines Nutzungsrechtes muss nicht in einem direkten Zusammenhang mit einer Beisetzung stehen, sondern in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Grabkapazitäten kann ein entsprechendes Nutzungsrecht auch schon zu Lebzeiten erworben werden. Das Nutzungsrecht an einer Wahlgrabstätte kann verlängert werden. Wahlgrabstätten werden als ein- oder mehrstellige Wahlgrabstätten für Erdbegräbnisse oder für Urnenbeisetzungen vergeben. Auf einer Wahlgrabstätte für Erdbegräbnisse können zusätzlich zu je einer Erdbestattung je Stelle noch sechs Urnenbeisetzungen erfolgen. Ebenso können in einer Urnenwahlgrabstätte sechs Urnenbeisetzungen erfolge.

Auf dem Waldfriedhof können einstellige Wahlgrabstätten auch als Tiefgrab gewählt werden. In einem Tiefgrab können zwei Sargbestattungen übereinander vorgenommen werden, wobei als Tiefbestattung nur eine Beisetzung möglich ist. Auf der oberen Bestattungsebene kann dagegen nach Ablauf der Ruhezeit eine weitere Erdbestattung durchgeführt werden.

Auf dem Waldfriedhof besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit, dass Muslime auf einem nach Mekka ausgerichteten Grabfeld als Sargbestattung auf einem ihrer Glaubensgemeinschaft vorbehaltenen Grabfeld bestattet werden.

Bei den Rasengrabstätten findet die Sargbestattung auf einer Rasenfläche statt. Im Gegensatz zur anonymen Bestattung können hier jedoch die Hinterbliebenen an der Beisetzung teilnehmen. Außerdem kann eine Kennzeichnung der Grabstätte durch eine in den Boden einzulassende Namenstafel [liegendes Format: 30*40*8 (B*L*H in cm)] erfolgen. Über die namentliche Kennzeichnung hinaus besteht keine Möglichkeit zur individuellen Grabpflege. An den Grabfeldern befinden sich jedoch Plätze zur gemeinschaftlichen Ablage von Grabschmuck. Während die Erdrasengrabstätten als besondere Art der Reihengrabstätte gelten und hier keine Verlängerung des Nutzungsrechtes oder weitere Bestattungen möglich sind, handelt es sich bei den Urnenrasengrabstätten um Wahlgrabstätten. Hier können also bis zu sechs Urnen auf einer Grabstätte beigesetzt werden.
Als besondere Form der Wahlgrabstätte für Urnenbeisetzungen sind auf den meisten Friedhöfen sogenannte Urnennischen in Urnenstelen, -wänden oder -türmen vorhanden. Bei dieser Bestattungsform werden die Urnen in Steinkammern eingestellt, welche durch eine Grabplatte verschlossen werden. Die vorhandene Verschlussplatte kann der Nutzungsberechtigte bei Wahl eine Urnenstele durch eine individuell gestaltete Platte auf Antrag durch einen Steinmetz ersetzen lassen. Die Urnennischen in der Urnenwand werden durch eine seitens des Friedhofes bereitgestellte Natursteinplatte verschlossen. Um ein ruhiges, einheitliches Gestaltungsbild zu bewahren, ist hier die individuelle Gestaltung eingeschränkt. Es darf eine Gestaltung nur in Form einer eingearbeiteten Beschriftung der Grabplatte erfolgen. Das Anbringen zusätzlicher Elemente wie Vasen oder Grablichter ist hier im Gegensatz zur Urnenstele nicht gestattet. Die Urnennischen können für die Beisetzung von bis zu zwei Urnen genutzt werden. Bei Urnenstelen und Urnenwänden besteht für Hinterbliebene die Möglichkeit Blumenschmuck an einer zentralen Stelle abzulegen.
Urnenbaumbestattungen sind als weitere Sonderformen der Urnenbestattung in Wahlgräbern auf dem Waldfriedhof, auf den Friedhöfen Mittelbach, Hengstbach und Oberauerbach möglich. Bei der Baumbestattung wird die Urne am Fuße eines Baumes beigesetzt. Die Möglichkeit eine Namenstafel (liegendes Format: 30cm breit, 40cm lang, 8cm hoch) am Beisetzungsort abzulegen ist vorhanden. Es besteht jedoch über die namentliche Kennzeichnung hinaus keine Möglichkeit zur individuellen Grabpflege. Am Rande des jeweiligen Grabfeldes kann auf einer gemeinschaftlichen Ablagefläche jedoch Grabschmuck abgelegt werden.
Urnenrasenbestattungen sind als weitere Sonderformen der Urnenbestattung in Wahlgräbern auf dem Waldfriedhof, dem Hauptfriedhof und den Friedhöfen Wattweiler, Rimschweiler, Ernstweiler, Niederauerbach und Mörsbach möglich. Die Möglichkeit eine Namenstafel (liegendes Format: 30cm breit, 40cm lang, 8cm hoch) am Beisetzungsort abzulegen ist vorhanden. Es besteht jedoch über die namentliche Kennzeichnung hinaus keine Möglichkeit zur individuellen Grabpflege. Am Rande des jeweiligen Grabfeldes kann auf einer gemeinschaftlichen Ablagefläche jedoch Grabschmuck abgelegt werden.
Auf dem Waldfriedhof besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit, dass Muslime auf einem nach Mekka ausgerichteten Grabfeld als Sargbestattung auf einem ihrer Glaubensgemeinschaft vorbehaltenen Grabfeld bestattet werden.
Der Hauptfriedhof verfügt über ein jüdisches Grabfeld, welches wir in Abstimmung mit der Jüdischen Kultusgemeinde der Pfalz pflegen. Eine Neuvergabe von Wahlgrabstätten für Erdbestattungen an Angehörige jüdischen Glaubens erfolgt ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Kultusgemeinde der Pfalz.
Auf dem Waldfriedhof bestehen sowohl für Erdbestattungen wie auch für Urnenbeisetzungen Möglichkeiten der anonymen Beisetzung in einem jeweils hierfür ausgewiesenen Reihengrabfeld. Die Urnen oder Särge werden hier ohne Kennzeichnung in Abwesenheit der Hinterbliebenen durch die Friedhofsverwaltung beigesetzt. Es bestehen keine Rechte zur individuellen Pflege oder Gestaltung. Privater Blumenschmuck kann jedoch an einer zentralen Stelle abgelegt werden.
Seit 2009 gibt es auf dem Waldfriedhof den „Garten der Sonnenkinder“. Bei diesem allein schon durch seine Gestaltung auffallenden Grabfeld handelt es sich um ein Gemeinschaftsgrab für Kinder unter 500 g Geburtsgewicht, die tot geboren werden. Dieses Grabfeld wurde gemeinsam mit allen Betroffenen, den Elterninitiativen, dem Evangelischen Krankenhaus Zweibrücken, den Bestattern, Friedhofsgärtnern und Steinmetzen geplant und angelegt. Als Gestaltungsthema wählte man das Motiv „Sonne“. Die Sonne, die für die Kinder nie schien, spiegelt sich in der Grabfeldgestaltung, im Gedenkstein und in der Pflanzung wieder. Im Frühjahr 2009 wurde mit der Anlage der Rahmenpflanzung aus gelben Rosen der Sorte „Gelber Engel“ begonnen. Im Spätsommer wurde dann mit tatkräftiger Unterstützung des Internationalen Bundes Zweibrücken der Wegebau und die Anlage der weiteren Pflanzflächen durchgeführt. Wege und Pflanzflächen stellen gleichsam die Strahlen der Sonne dar. Mittelpunkt der Anlage ist der von den Steinmetzbetrieben Hoffmann sowie Pfeifer & Gabriel errichtete Gedenkstein in Form einer Sonnenscheibe. Die Bepflanzung erfolgte durch die Friedhofsgärtnereien Schultz und Gegner, die Sitzgruppe fertigte das Bestattungsinstitut Sattler & Ecker. Im November 2009 wurden zum Abschluss der Arbeiten mit Hilfe von Schülern, die sich hierfür freiwillig gemeldet hatten, noch Krokusse und Narzissen als leuchtende Frühjahrsboten gepflanzt und die Wegeflächen durch die Mitarbeiter des Internationalen Bundes mit leuchtend gelben Splitt abgedeckt. Von 2009 bis 2019 wurden einmal jährlich in ökumenischen Trauerfeiern am Freitag vor Totensonntag im November im „Garten der Sonnenkinder“ die Gemeinschaftsurnen beigesetzt. Da es in Zweibrücken jedoch keine Geburtenstation mehr gibt, finden zukünftig keine Gemeinschaftsbeisetzungen mehr statt, individuelle Beisetzung von Sonnenkindern sind hier jedoch weiterhin möglich. Zur Unterstützung der Eltern, aber auch zum Erhalt des Grabfeldes hat sich in Zweibrücken der Förderverein Sonnengarten e.V. gegründet.

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